Im Rahmen des Ferienpass-Programms finden dieses Jahr zum ersten Mal Kinder- Kultur- und Umweltkurse (KI-KUK) statt. Ihr Ziel ist es, Kinder mit und ohne Migrationshintergrund anhand von Umwelterlebnissen für die Vielfalt von Kulturen zu begeistern. Unterstützt wird dieses neue, kostenlose Angebot von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte und der Sparkasse Osnabrück. Es sind noch Plätze frei!
Osnabrück, den 26.06.09: Gemeinsam in der Natur auf Entdeckungsreise gehen und dabei andere Kulturen kennen und schätzen lernen – das ist die Grundidee der kostenlosen Kinder- Kultur- und Umweltkurse. Insgesamt finden sechs Termine im Osnabrücker Zoo, dem Hauptpartner des Projekts, statt. Drei weitere sind im WABE-Zentrum in Wallenhorst und zwei im Freizeit- und Integrationszentrum (FIZ) in Quakenbrück geplant.
Die acht- bis zehnjährigen Kinder lösen in den vier bis sechs Stunden dauernden Kursen spannende Fragen rund um die Tier- und Naturwelt: Warum leben Giraffen gemeinsam mit den Zebras, was essen Kinder aus der Türkei am Liebsten oder in welchen Ländern werden Häuser aus Lehm gebaut? Die extra konzipierten Kurse leiten von der Vielfalt der Natur zur Vielfalt von Kulturen über. Tiere und Pflanzen übernehmen dabei die Rolle von Botschaftern. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass der Wolf von Naturvölkern verehrt wird, während er bei uns gefürchtet und gejagt wurde? Als kompetenter Partner in Sachen Umweltschutz unterstützt der Graslöwe, der Umweltbotschafter für Kinder, die Teilnehmer mit guten Ideen und Materialien.
Akzeptanz durch gemeinsame Erlebnisse
"Die Kinder können sich in der Natur spielerisch austauschen und somit gegenseitig Akzeptanz erfahren", erklärt die Geschäftsführerin der Niedersächsischen Auslandsgesellschaft, Anna Lena Etzbach.
Ziel sei es, Kinder aus unterschiedlichen Nationen praxisnah und erlebnisorientiert an das Thema Nachhaltigkeit heranzuführen sowie die interkulturelle Kompetenz der Teilnehmer zu stärken. Die Niedersächsische Auslandsgesellschaft hat das Projekt gemeinsam mit den regionalen Bildungseinrichtungen und mit Unterstützung der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte sowie der Sparkasse Osnabrück ins Leben gerufen. Zoopräsident Reinhard Coppenrath ist überzeugt, dass die Teilnehmer im Zoo viel lernen können: „Der Zoo ist eine vielfältige Begegnungsstätte: Menschen jeglichen Alters, sozialer oder nationaler Herkunft treffen sich hier und beobachten gemeinsam die Tiere. Und auch diese sind in den unterschiedlichsten Ländern unserer Erde zuhause und werden somit selbst zu Botschaftern.“
Für Integration und Umweltschutz so früh wie möglich begeistern
Die KI-KUK-Angebote sind kostenlos, damit Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft teilnehmen können. Ermöglicht haben dies die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte und die Sparkasse Osnabrück, die das Projekt der Niedersächsischen Auslandsgesellschaft mit insgesamt 6.000 Euro unterstützen. „Wir sollten unsere Kinder so früh wie möglich dabei unterstützen, die Vorteile einer kulturell vielfältigen Gesellschaft kennen zu lernen. Offen auf andere Kulturen zuzugehen und mit ihnen zu leben, erweitert den Erfahrungshorizont und stärkt soziale Kompetenzen“, so Dr. Beate-Maria Zimmermann, Geschäftsführerin der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte. Auch Johannes-Heinrich Rahe, Marketingleiter der Sparkasse Osnabrück, sieht in dem vorerst regionalen Angebot einen neuen Weg, bereits Kinder für andere Kulturen und Umweltschutz zu begeistern: „Wir setzen uns insbesondere für Projekte ein, die nachhaltig ein gelingendes Zusammenleben in unserer Gesellschaft fördern. Der Ansatz, Integration über das Thema Umweltschutz zu erreichen, hat uns bei diesem Angebot sofort überzeugt.“ Eine Ausweitung des Projekts auf andere Regionen Deutschlands ist bereits geplant.